Ausstellung in Neuötting beendet

Die Ausstellung im Stadtmuseum Neuötting endete am 3. August mit der Uraufführung von Martin Bernhards "Trio 14" und einem umfangreichen Programm.

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Eine Ausstellung über die Bilder des Ersten Weltkriegs

Die Wanderausstellung bildweltkrieg sammelt und präsentiert Fotografien aus dem Ersten Weltkrieg und die künstlerische und persönliche Auseinandersetzung damit.

100 Jahre nach den Schrecken dieses Krieges wollen wir zurückblicken und gleichzeitig in die Gegenwart schauen. Dabei sollen nicht die Geschichtsbücher im Mittelpunkt stehen, sondern die künstlerische und persönliche Auseinandersetzung mit den Bildern und Erinnerungen aus dem Ersten Weltkrieg. Die Ausstellung findet sowohl in den teilnehmenden Museen und Galerien statt, als auch im Internet auf dieser Seite.

Erste Station der Ausstellung war die Galerie im Stadtmuseum Neuötting im Juni /Juli 2014

Gefühlte Bilder
»Der Krieg hat uns für alles verdorben. [...] Wir sind keine Jugend mehr. Wir wollen die Welt nicht mehr stürmen. Wir sind Flüchtende. Wir flüchten vor uns. Vor unserem Leben. Wir waren achtzehn Jahre und begannen die Welt und das Dasein zu lieben; wir mußten darauf schießen. Die erste Granate, die einschlug, traf in unser Herz. Wir sind abgeschlossen vom Tätigen, vom Streben, vom Fortschritt. Wir glauben nicht mehr daran; wir glauben an den Krieg.«

aus "Im Westen nichts Neues" von Erich Maria Remarque

Bei der Betrachtung der Bilddokumente aus Kriegen ist es niemals möglich die Emotionen außen vor zu lassen. Zu viel Leid, Angst und Hoffnungslosigkeit zeigen viele Bilder. Zu viel Gefühle sind mit den Gesichtern der Menschen auf den Fotografien verbunden. Und der zweite Blick enthüllt manchmal verborgene Zusammenhänge und Folgen.

Was können uns heute die Kriegsbilder sagen und erzählen?
Wie können Gedanken und Gefühle bezüglich des Krieges in Worte, Bilder oder Klänge ausgedrückt werden?

Konzept und Inhalt der Ausstellung

Die Fotografien und Feldpostkarten aus dem Ersten Weltkrieges stehen im Mittelpunkt der Ausstellung. Die künstlerischen Werke stellen eine Verbindung zur Gegenwart her. Aus den vielfältigen Exponaten entsteht ein Mosaik aus Informatonen und Inpressionen über den Ersten Weltkrieg.

Von 2014 bis 2018 wird die Ausstellung wandern. Der Bestand an Fotografien und Kunstwerken wird durch den partizipativen Teil - also den individuellen Internet-Beiträge, den Gastkünstler und dem Museums-Bestand an den Ausstellungsorten - bereichert. So wächst und variiert die Ausstellung von Ort zu Ort.

Begleitend zur Ausstellung gibt es zur intensiveren Aufarbeitung museumspädagogische Programme für die verschiedenen Schularten sowie auch freie Angebote.

Jeder kann sich beteiligen

Der Erste Weltkrieg hat tiefe Spuren hinterlassen in der Geschichte, die ohne ihn glücklicher verlaufen wäre. Jede Familie wurde direkt oder indirekt durch den Krieg beeinflusst, auf vielen Friedhöfen finden sich die Grabsteine und Mahnmähler der damals gefallenen und ermordeten. Erinnerungen, Andenken, Briefe, Postkarten und Fotografien erzählen heute noch die persönlichen und erschütternden Geschichten der damaligen Zeit.

Haben Sie noch Fotografien, Postkarten, Tagebücher oder andere Dokumente aus der Zeit des Ersten Weltkrieges?
Gibt es eine Familiengeschichte oder Erinnerungen an diese Zeit, die Sie erzählen möchten?
Inspiriert Sie das Thema zu einem künstlerischen Werk?

Dann Schicken Sie uns ihre Materialien per Mail oder Post oder laden Sie sie am besten gleich hier hoch: Über das Upload Formular können Sie uns Ihre Dateien zukommen lassen. Dort finden Sie auch weitere Informationen dazu.

Neue Ausstellungsorte

Damit die Ausstellung weiter wandern kann suchen wir laufend neue Ausstellungsorte mit einer Größe zwischen 50 und 100 qm. Wie oben beschrieben, verfolgt bildweltkrieg ein innovatives Konzept, das Historie mit Kunst und Partizipation vereint. Vielleicht haben wir dadurch Ihr Interesse geweckt, unsere Ausstellung in ihr Museum oder ihre Galerie einzuladen. Die Ausstellungsorte spielen eine wichtige Rolle bei bildweltkrieg, denn auch sie werden Teil des Projekts: Materialien und spezielle Themen vor Ort ergänzen die Ausstellung, Anwohner können sich beteiligen und das Museum oder die Galerie kann sich in die Publikation des Projekts 2018 einbringen.

Bei Interesse kontaktieren Sie uns bitte unter post@bildweltkrieg.de
Wir freuen uns auf Ihre Nachricht.

Wer wir sind

Unser kleines Team hat sich 2012 in München zusammengefunden. Zusammen entwickelten wir mit dem Stadtmuseum Neuötting die Idee einer Ausstellung, die über die üblichen historischen Grenzen hinausgeht. Durch die Beteiligung des Stadtmuseums Neuötting ist das Projekt dort institutionell verankert. bildweltkrieg wächst langsam heran und wir sind sehr gespannt, wo das Projekt uns noch hinführen wird...

Dr. Brigitte Kaiser (Kuratorin)
Christoph Obermeier (Leiter des Stadtmuseums Neuötting)
Kornelia Wagner (Museumspädagogin)
Leonore-Maria Pflanzer (Hörstationen)
Martin Pflanzer (Medieninstallationen, Internet)